Silent Voices: Unsichtbare Erkrankungen sichtbar gemacht
Im Rahmen der Diplomarbeit „Silent Voices“ von Julia Wenzl, Lenya Pöllmann und Florian Oberascher fand am 07. und 08. März 2026 in der Eboran Galerie in Salzburg eine Ausstellung statt. Das Projekt widmet sich unsichtbaren Erkrankungen und macht die Lebensrealitäten betroffener Menschen sichtbar – jene, die von außen nicht zu erkennen sind, aber den Alltag stark prägen.
Im Mittelpunkt standen drei dokumentarische Porträts: Julia Stefanich mit Autismus, ADHS und chronischer Migräne, Viviana Pöllmann mit Colitis Ulcerosa sowie Madeleine Martos mit ME/CFS.
Die Ausstellung wurde als Erlebnisraum gestaltet: An drei Stationen liefen die Filme in Dauerschleife auf iMacs und wurden durch Fotografien sowie persönliche Texte der Protagonistinnen ergänzt. So entstand für die Besucher:innen ein sehr persönlicher Zugang zu den Geschichten und zum Alltag mit einer chronischen Erkrankung.
Zusätzlich wurden die Filme großformatig an einer weiteren Wand gezeigt, während eine Informationsstation des Vereins ChronischKrank Österreich weiterführende Informationen zu chronischen Erkrankungen, Hilfsangeboten und den Projekten des Vereins bereitstellte. Über beide Ausstellungstage kamen rund 100 Besucher:innen, das Interesse war groß und das Feedback außergewöhnlich gut. Viele Besucher:innen betonten, wie wichtig es sei, solche Themen sichtbar zu machen.
Parallel zur Ausstellung lief eine Spendenaktion zugunsten von ChronischKrank Österreich, bei der knapp 500 Euro gesammelt wurden.
Damit bildete die Ausstellung den öffentlichen Höhepunkt der Diplomarbeit und unterstrich, wie wichtig es ist, unsichtbaren Erkrankungen Raum und Aufmerksamkeit zu geben.